Blackjack
Mit seiner Kombination aus Geschick und Glück hat Black Jack sich eine Reputation als eines der beliebtesten Casinospiele erarbeitet, das überall auf den grünen Filzen dieser Welt gespielt wird.
Wie so viele Spiele hat auch Black Jack seinen Ursprung in Europa. Die erste schriftliche Erwähnung dieses Spiels erfolgte wahrscheinlich durch den spanischen Autor Miguel de Cervantes, bekannt als Autor des „Don Quixote“, der selbst ein begeisterter Glücksspieler war. In einer seiner Geschichten präsentiert er die Story zweier Männer, die ein Vermögen machen – nicht ganz legal jedoch, bei einer Partie Veintiuno (Einundzwanzig), dessen Regeln ganz ähnlich waren, wie die des modernen Black Jack.
Bonosangebote
Mit Seglern und Kolonisten reiste das Spiel später in die USA, wo es nur mäßiges Interesse erzeugte. Um es populärer zu machen, begannen Casinos damit, den Spielern spezielle Boni anzubieten. Einer davon versprach den Spielern große Auszahlungen, sollte die Hand des Spielers ein Pik-Ass und einen schwarzen Buben (engl.: black Jack) beinhalten. So kam das Spiel schließlich zu seinem Namen, den es, ungeachtet des Verschwindens dieses Bonusses, bis heute trägt.
Strategien
Richtig populär wurde das Spiel dann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als viele Mathematiker und Spieler, fasziniert von der Verbindung aus Glück und Geschick, diverse Strategien entwickelten, um den Gewinnvorteil der Casinos zu reduzieren.
Es heißt, dass ein geschickter Spieler unter Verwendung einer Strategie sogar in der Lage sei, den Vorteil des Spielhauses auf nur 0,5% zu verringern.
Eine der ersten Strategien dieser Art beinhaltete eine Tabelle, in der die optimalen Aktionen in Abhängigkeit der Karten des Spielers und der offenen Karten des Dealers dargestellt wurden. Solche Tabellen können auf den meisten Black Jack-Webseiten gefunden werden.
Eine vielleicht interessantere und kontroversere Methode wurde von Edward O. Thorp vorgestellt. Da die Karten von einem bestimmten Kartendeck aus gespielt werden, ist die Grundregel dieser Strategie, eine Übersicht über die bereits gedealten Karten zu behalten. Dies erlaubt dem Spieler, die Wahrscheinlichkeit anderer Karten in den folgenden Blättern abzuschätzen.
Seit jeher hat das so genannte Card Counting Spieler wie Zuschauer fasziniert. Die ihm unterstellte Effektivität wurde durch die Reaktionen der Casinos bestätigt, die zunächst die Regeln des Spiels zu verändern suchten und Card Counting letztendlich auf die schwarze Liste verbotener Casinostrategien setzten. Aus diesem Grund kann der Versuch von Card Counting in einem Casino – auch wenn es nicht illegal im Sinne des Gesetzes ist – dazu führen, dass man Hausverbot in einer entsprechenden Spielstätte bekommt.
Card Counting
Nach Angaben von Spielern, die Card Counting betreiben, ist diese Technik zwar sehr reizvoll, aber längst nicht so leicht zu beherrschen, wie man denkt – es sei denn man verfügt über memorische Fähigkeiten wie Rain Man. Deshalb suchen viele Spieler Hilfe in der Technologie. Einer der denkwürdigsten Versuche war hierbei jener von Ken Uston, der im Jahre 1977 fünf Computer dazu gebrauchte, ein Spielerteam zu formen, mit dem er in kurzer Zeit erhebliche Geldsummen gewinnen konnte. Nach dem Erfolg wurden die Computer zwar vom FBI beschlagnahmt, doch die Untersuchungen zeigten, dass die verwendeten Daten weithin zugänglich gewesen waren und Uston demzufolge keinen Gesetzesbruch begangen hatte. Heutzutage ist die Verwendung von elektronischen Hilfen für Black Jack in Casinos verboten.
Shuffle Tracking
Eine weitere Methode, die dem Card Counting ähnlich ist, wurde von Arnold Snyder beschrieben und mit dem Namen Shuffle Tracking belegt. Anstatt sich die im Spiel verwendeten Karten zu merken, basiert diese Strategie darauf, gemischte und im Spiel verwendete Kartengruppen im Auge zu behalten. Dies erlaubt dem Spieler beim Abheben die vorteilhaften Karten ins Spiel zu befördern oder entsprechend der im Spiel benutzten Karten zu Setzen. Diese Strategie, wenngleich schwerer von den auf Card Counting zielenden Casinos zu verfolgen, ist auch bedeutend schwerer auszuführen und wird entsprechend selten verwendet.