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Wandel in Recht und Regulierung Hauptthemen bei Konferenz |
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| | | Mittwoch, 7. Juni 2006 | | | | | "Beispielloser Wandel" ein Merkmal der legalen Szene in Europa.
Letzte Woche trafen sich 150 Repräsentaten der Gamblingindustrie auf Clarion ATE's zweitem jährlichen European Gambling Briefing (EGB) in Brüssel.
Zwei Tage lang wurde leidenschaftlich über das Für und Wider verstärkter Kontrolle des Glücksspielmarktes debattiert.
Wes Himes von IGC, Vorsitzender der Runde am ersten Tag, eröffnete die Konferenz mit der Bemerkung, es gebe einen "beisspiellosen Wandel in der legalen Szene in Europa." Daraufin stellte er die Eröffnungsredner des Tages vor, Jacques Toubon und Christofer Fjellner, Mitglieder des Europäischen Parlaments mit großem Interesse an der Spielethematik und entsprechend einschlägigen Ansichten der EU, die derzeit darüber berät, gegen sechs Mitgliedsstaaten wegen monopolistischen Verhaltens im Glücksspielsektor zu prozessieren.
Es scheint, dass es in zunehmendem Maße eine "wir" und "die"-Mentalität gibt, und Toubon macht deutlich, "im Hinblick auf die Harmonisierung gibt es einen Wettkampf zwischen der Europäischen Kommission und britischen Buchmachern gegen die Mitgliedsstaaten des europäischen Parlaments und den Rest der Welt, vor allem den USA."
In den folgenden zwei Tagen sprachen 35 Redner über eine Reihe von glücksspieltechnischen Themen, u.a. über länderspezifische Studien über Italien, Malta, den Niederlanden, Deutschland und Großbrittanien sowie über den aktuellen Stand der Entwicklung der osteuropäischen Märkte. Darüber hinaus gab es einen interessanten Einblick über das zunehmend aktuelle Thema Wettbewerbsrecht im Zusammenhang mit Glücksspielen und inwieweit hieraus ein neues Schlachtfeld für Anwälte im Auftrag privater Betreiber entstehen könnte.
Topaktuell gab es auf der Konferenz die Möglichkeit, etwas über den Draft Report einer Glücksspielstudie im Auftrag des Schweizer Instituts zu erfahren. Martyn Sychold, Projektmanager der Studie über Gambling-Dienste im EU-Binnenmarkt, betonte, das noch viel gelernt werden muss, bevor definitive Schlussfolgerungen in diesem komplexen und kontroversen Sektor angestellt werden könnten. "Der Report ist nicht vollständig und markiert lediglich den Anfang eines Prozesses, den europäischen Markt zu verstehen. Wir benutzen ihn als Forschungswerkzeug."
Am zweiten Tag prallten die leidenschaftlichsten Stimmen beider Argumentationsenden für oder wider eine stärkere Liberalisierung und grenzüberschreitenden Wettbewerb in einer geistreichen Sitzung mit dem Namen "Die große Debatte" aufeinander. Regulierer, Handelsorganisationen und Betreiber hatten jeweils die Gelegenheit, ihre unterschiedlichen Ansichten vorzutragen.
Patrick Partouche, CEO bei Groupe Partouche, sprach vielen privaten Betreiber in Europa aus der Seele, als er die Regulierer, insbesondere von Märkten wie dem französischen, dazu aufforderte, in Zukunft an den Sitzungen des EGB teilzunehmen und zu erklären, weshalb knapp kalkulierenden physischen Casinos das Recht verwehrt bleibe, neben ihren großen, staatsgeführten Konkurrenten zu wachsen. Dies entsprach auch der Meinung des Geschäftsführers von Betfair, Mark Davies, welcher betonte: "Wenn wir dem Konsumenten nicht erlauben wollen, sich sein Angebot frei zusammenzustellen, wird im Ergebnis der Schwarzmarkt profitieren."
Auf der EGB wurde ebenso ein Fokus auf die Folgen von regulatorischen Konflikten und Rechtsstreitigkeiten auf das Geschäft gelegt, worin auf die Verdienstmöglichkeiten von Betreibern in unterschiedlichen europäischen Sektoren, von Sportwetten über Casinos bis hin zum Onlineglücksspiel, eingegangen wurde. Wachstumsbereichen, wie etwa Bingo und Lotterien, wurde ebenso Aufmerksamkeit geschenkt.
Nach zwei Tagen lässt sich eine Bilanz ziehen: Die Debatte über die zukünftige Richtung des regulierten, europäischen Glücksspiel wird weiterhin hart umkämpft und die Gemeinschaft der Bereiber und Lieferanten wird den Entwicklungen entsprechende Aufmerksamkeit schenken, da sie entscheidende Auswirkungen auf ihr Wirtschaftspotential haben werden.
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