Internetglücksspiele auf dem Vormarsch Griechische Spieler geben im Jahr 8,5 Mia. Euro für ihre Glücksspielleidenschaft aus, berichtete das griechische Magazin Kathimerini diese Woche. Demnach würden immer größere Beträge in Casinos, bei Lotterien und beim illegalen Onlineglücksspiel ausgegeben. Die Prognose: Rund 3 Milliarden Euro würden im Jahr 2007 in den 9 Casinos des Landes ausgegeben werden. Der Jährliche Umsatz der offiziellen Wettfirma OPAP, einer der größten an der athener Börse gezeichneten Unternehmen, hat bereits die 3,5 Milliarden Euro-Grenze erreicht. Experten gehen davon aus, dass geschickte Marketingkampagnen und ein Wertewandel in der Gesellschaft die Nachfrage nach Glücksspiele angeheizt habe. Die Anzahl der Casinobesucher werde sich während der Feiertage nach Schätzungen verdoppeln. Die Daten weisen darauf hin, dass das Loutraki Casino im Westen von Athen täglich von rund 3000 Menschen besucht werde, diese Zahlen jedoch um die Weihnachtszeit auf 5000 anstiegen. Währenddessen habe der in Griechenland illegale Zeitvertreib "Online-Gambling" mittlerweile einen Umfang von 1,5 Milliarden Euro an Umsätzen pro Jahr erreicht. Illegale Wetten im Internet zögen immer mehr Fans an, da hier höhere Renditen als bei OPAP zu erwarten seien. Zudem erhöhe die Möglichkeit, auf mehr als nur Sportereignisse zu setzen, die Chancen der Spieler auf einen saftigen Gewinn. "Die Anzahl derer welche (illegale Spiele) spielen, ist zwar geringer als jene bei den legalen Angeboten, die eingesetzten Beträge sind jedoch bedeutend höher," wird eine polizeiliche Quelle zitiert. Einigen Besitzern von Wettagenturen werde vorgeworfen, das illegale Glücksspiel voranzutreiben, indem sie Forderungen ihrer vertrauenswürdigen Kunden akzeptierten und die Wette dann für eine Kommission von bis zu 4% selbst durchführten. "Einer von 10 Wettagenturbetreibern geht so vor," so die Quelle weiter.
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