Polizei stöbert neue Abwehrmethode der Cafébetreiber auf Die malayische Polizei entdeckte bei einer Razzia nach unerlaubtem Glücksspiel in einem Cybercafé in Seri Kembangan eine geistreiche neue Methode, die vor der Aufdeckung durch die Fahnder schützen sollte. Dabei handelt es sich um einen Knopf, mithilfe dessen der aktuelle Bildschirminhalt gelöscht oder umgestellt wird, sobald sich die Behörden in Sichtweite befinden. Laut New Straits Times, befindet sich dieser Knopf an der Eingangstheke, wo der Betreiber des Cybercafés bzw. ein Mitarbeiter sitzt, der sonst die auf den Maschinen installierte Software freischaltet. Stammkunden, die das Café zum Glücksspielen aufsuchten, erhielten Unterweisung über diese Anti-Razziamethode, damit sie sich nicht wunderten und stattdessen ruhig blieben, wenn sich ihre Website mit einem Mal ändere (und z.B. eine Suchmaschine erscheine). Diese Einrichtung half dem Besitzer des am Wochenende hochgenommenen Cybercafé dann aber doch nicht mehr. Die Razzia wurde von der örtlichen "Sittenpolizei gegen Spielerei und Geheimverbände" durchgeführt und vom stellvertretenden Chief Assistant Superintendet Nik Roshdi Nik Yahya geleitet. Die Staatsgewalt konfiszierte 15 Computer im Wert von rund 40.000RM. Bei der nachfolgenden Untersuchung stellte sich heraus, dass das besagte Screenchanger-Programm in dem Café installiert war. Polizeiliche Quellen erklärten der New Straits Times, dass eine rund dreißig Jahre alte Mitarbeiterin fesgenommen wurde und in Gewahrsam bleiben wird, solange sie "der Polizei mit den Ermittlungen behilflich sein kann". Ebenso wurden sechs der Gäste während der Razzia zur Befragung festgehalten, wenig später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, Die Ermittlungen zeigten, dass das Cybercafé nur etwa zwei Wochen vor der Razzia den Betrieb aufgenommen hatte. Nun versucht die Polizei den Besitzer des Ladens ausfindig zu machen. Unter dem Open Gaming House Act wurde gegen ihn ein Prozess wegen illegaler Wettaktivitäten eröffnet.
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