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Schweden holt sich den Party Poker Pokal als beste Pokernation

 
  Montag, 21. Mai 2007 
  

100.000$ Preisgeld für schwedisches Nationalteam beim Party Poker Nation Cup

Die Schweden trotzten der angelsächsischen Übermacht und konnten so diese Woche beim Party Poker Poker Nations Cup in Cardiff einen spektakulären Triumph einfahren. In dem siegreichen Team unter der Führung von Bo Sehlstedt spielten u.a. die WSOP 2006-Champs Anders Henriksson und Mats Rahm sowie Johan Storakers, William Thorsson und der Onlinequalifikant Hans Isoz.

Die Schweden konnten in dem TV-übertragenen Turnier 100.000$ absahnen. Dabei ging es diesmal nicht nur um ihren eigenen Ruhm, sondern auch um den des Teams und dem von ihnen vertretenen Heimatland.

Die Schweden verdanken ihren Erfolg der ruhigen Hand von Henriksson. Im Heads-up gegen den USA-Teamchef Robert Williamson III. verfügten die Schweden gerade noch über 12.000 Chips - im Vergleich zu 88.000 für die Amerikaner. Der Wettbewerb schien bereits vorüber, das US-Lager war in Siegeslaune und die Schwedischen Fans mutlos, bis jedoch Henriksson zweimal verdoppeln und den US-Captain in einem intensiven Psychothriller zermürben konnte.

Henriksson war hoch erfreut. "Es ist großartig, zu gewinnen. Ich hatte die ganze Zeit daran geglaubt, dass wir eine Chance haben, weil wir ein sehr starkes Team sind. Eine Zeit lang schien es nicht so gut zu laufen, aber als ich von fast nichts plötzlich verdeoppeln konnte, kam das Selbsvertrauen wieder." Williamson III., der Kapitän des amerikanischen Teams, war am Boden zerstört, nachdem er seine hohe Chipführung vergeben hatte. "Ich brauche keine Bar, ich brauche einen Arzt!", so sein leidvoller Kommentar.

Das Turnier war von Anfang an dramatisch gewesen. Die Titelverteidiger aus Großbritannien, unter ihnen Dave "The Devilfish" Ulliott, Ram Vaswani und Joe Beevers, hatten das Feld in den ersten Tagen bereits plattgewalzt und galten als unbesiegbare Favoriten für das Finale. Am unteren Ende befanden sich zu dem Zeitpunkt noch die USA, die eine furchtbare Woche hinter sich gebracht hatten. Angeführt von Robert Williamson III., fanden sich in der Aufstellung Phil Laak, Antonio Esfandiari, Clonie Gowen, Kevin O'Donnell sowie die Hollywoodschauspielerin Jennifer Tilly wieder. Die Stars-and-stripes waren die ganze Woche von den Europäern malträtiert worden, bis Williamson III. schließlich am Abend vor dem Finale zuschlug und so seinem Team wenigstens eine kleine Chance einräumen konnte.

Vom kleinen Stack zum großen Stack schafften es die Amis dann im Finale vor allem dank einer Marathonsitzung von Antonio Esfandiari, der sämtliche Bluff-Register zog, für die er so bekannt ist. Nach einem großen Double-up von Clonie Gowen sah es so aus, als ob niemand die USA mehr stoppen könnte. Während der ganzen Zeit befanden sich die Schweden im Mittelfeld und hielten sich aus dem eigentlichen Stress heraus.

Im Finale erwischte es schon nach kaum einer Stunde als erstes das von Michael Keiner angeführte deutsche Team. Wenig später flogen Dänemark (Theo Jorgensen) und Holland (Marcel Luske) aus dem Rennen. Als nur noch Großbritannien, die USA und Schweden am Tisch saßen, wechselte Sehlstedt seinen Schützling Henriksson ein.

In jedem Team stand neben je fünf Pokerprofis auch ein glücklicher Gewinner der PartyPoker.com-Qualifikation des jeweiligen Landes auf der Teilnehmerliste. In sechs Heats musste jeder Spieler einmal antreten, um Punkte für ihre Mannschaft zu ergattern. Alle sechs Teams brachten ihre Punkte dann in ein "tag"-Finale ein, bei dem der Teamchef spielwichtige Entscheidungen über Auswechslungen und taktische Auszeiten fällen musste.

Die Show wurde für den britischen Sender Channel 4 von der Firma Presentable produziert. Die Sendungen wurden von Vicky Coren und Barny Boatman von Hendon Mob kommentiert. Die Serie wurde am 15. Mai abgeschlossen, allerdings können sich Pokerfans schon auf den Start der PartyPoker.com Premier League nächste Woche freuen, die von Machroom Sport für Channel 4 produziert wird.


 
     
 

 

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