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Die Pokermania hat sich auf der ganzen
Welt verbreitet. Da Poker dank Internet und einer steigenden
Zahl
TV-Übertragungen mehr und mehr zugänglich für
die Massen geworden ist, hat uns die Pokermania endgültig
getroffen. Poker hat sich in den letzten Jahren in großem
Umfang aus düsteren Kellergewölben auf die Wohnzimmer-PC's
bewegt. Mehrere Millionen Menschen spielen auf verschiedensten
Niveaus, von 2 Cent bis 10.000 Euro pro Einsatz, in stundenlangen
Matches. Aus diesem Grund ist es zu einer der heute am schnellsten
wachsenden Internetindustrien mutiert.
Trotz seines großen Erfolges ist es nicht erlaubt,
solche Spiele in den USA und anderen Ländern anzubieten.
Deshalb werden viele Spielstätten entweder von Europa
oder exotischen Orten aus betrieben, wo nicht so strikte Regulierungen
gelten, selbst wenn das Spiel auf der ganzen Welt gespielt
wird. Viele Leute werden von dem Spiel angezogen, da der Einstieg
leicht ist und man anonym spielen kann, d.h. in Ruhe die Regeln
studieren und Fehler machen kann, ohne der Trottel des Pokertischs
zu sein. TV-Übertragungen in großem Umfang haben
dem Spiel großen Erfolg beschert. In Dänemark werden
große Pokerturniere und Spiele von Prominenten wöchentlich
übertragen. Poker ist somit schnell zum am schnellsten
wachsenden Sport in Dänemark geworden.
Büchereienstatistiken belegen, dass Pokerbücher
zur Zeit am meisten nachgefragt werden. Überall im Land
werden öffentliche Turniere in Cafés ausgetragen,
bei denen man ordentliche Gewinne abstauben kann.
Empirepoker.com
hat letztens ein großes Turnier in Kopenhagen veranstaltet,
bei dem viele professionelle Spieler teilgenommen haben. Viele
Spieler werden von den Poker-Stars im Fernsehen inspiriert.
Einer von Ihnen ist Chris Moneymaker, der 2003 die World Series
of Poker (WSOP) gewann, nachdem er sich über PokerStars.com
qualifiziert hatte.
Laut PokerPulse tätigten 1,8 Millionen Spieler im Januar
Einsätze, um Poker über das Internet zu spielen.
Alle 24 Stunden setzen die Spieler im Schnitt 191 Mio US-Dollar
von ihren Heimcomputern aus. Allein im Januar wuchs die Branche
um 9%. Das bedeutet, dass der Markt mit einer ungeahnten Geschwindigkeit
wächst.
Auch Investoren machen Einsätzen
Das steigende Interesse am Spiel hat auch die Aufmerksamkeit
der Londoner Börse erregt. PartyGaming, im Besitz von
PartyPoker.com
erwägt den Börsengang mit einem erwarteten Wert
von 3 bis 5 Mio Britischer Pfund, was der größte
Börsengang seit 2001 wäre.
Neteller Plc, welches sich um die meisten Transaktionen zwischen
Spielern und Spielstätten kümmert, erfuhr mehr als
eine Verdreifachung seines Marktwerts seit dem Börsengang
im April 2004. Ähnlich erging es Sportingbet.com, deren
Marktwert seit Oktober um 50% stieg, nachdem sie ankündigten,
dass sie Paradisepoker.com
für 300 Mio USD übernehmen würden. Seit November
2004 hat ParadisePoker.com einen Beitrag von 13,5 Mio USD
für Sportingbet geleistet. Diese Tendenz wird sich fortsetzen,
wenn mehr und mehr Leute mit dem Spielen beginnen. ParadisePoker.com
arbeitet daran, die Möglichkeiten für seine Spieler
zu erweitern und wird, laut Aussage von Geschäftsführer
Scot Wilson, Poker in Zukunft noch zugänglicher machen,
z.B. mit Poker auf Handys oder anderen Medien, die bislang
nicht für Glücksspiele benutzt wurden.
Während UK und andere Länder sich für Online
Gambling öffnen, klammert sich die US Justiz weiterhin
an ein Gesetz von 1961, nachdem Spiele über Telefonleitungen
verboten sind - und dazu zählt man auch das Internet.
Auf Druck des US Justizbehörde wurden Transaktionen via
PayPal und Visa zu Seiten mit Glücksspielinhalt unterbunden,
desweiteren weigern sich die Medien, Kampagnen zu betreiben.
Man muss dazu bedenken, dass mehr als die Hälfte aller
Online Pokerspieler aus Amerika kommt. Das bedeutet, dass
Amerikaner, die Online spielen wollen, sich einfach auf einen
Server auf Gibraltar einloggen. Das Geld wird dann ohne die
Verwendung von Visa und PayPal über Quebec nach Gibraltar
transferiert.
Im letzten Jahr verdienten Online Pokersites mehr als 1,3
Milliarden US-Dollar. Man erwartet eine Erhöhung auf
5,8 Milliarden USD bis 2008, bzw. einen Umsatz der 28% der
gesamten Online Gaming Industrie ausmacht. Deswegen erwartet
man, dass es auf lange Sicht in den USA erlaubt werden wird,
wenn der Regierung einmal klar wird, wieviele Steuermillionen
ihr so jedes Jahr entgehen, sagt Joseph Kelly, ein Professor
für Wirtschaftsrecht. Er half einigen Länder mit
der Erstellung von Gesetzen, die Onlinegambling erlauben und
ist daher eine gern gesehene Person in der Branche. Man erwartet,
dass die USA langsam aber sicher das Glücksspiel Online
erlauben werden, wenn festgestellt wird, dass es ohnehin nicht
aufzuhalten ist.
Verschiedene Regulierungen erkennen, dass das Gesetz von 1961
nicht auf Poker und andere Spiele im Internet angewandt werden
kann. Gleichzeitig stellte die WTO letztes Jahr fest, dass
die Illegalisierung von Onlinespielen einen Verstoß
gegen Internationale Handelsabsprachen darstellt - eine Entscheidung,
gegen die die USA Berufung eingelegt haben.
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